Bundesjungzüchterfortbildung

Im Zeichen der Vorbereitung auf den Tierbeurteilungswettbewerb beim Zentrallandwirtschaftsfest im September in München sowie der Bundesfleisch­rinder­schau 2013 in BerIin stand die erste Bundesjungzüchterfortbildung. Der Bundesverband der Anguszüchter hatte dazu nach Hilsbach (Kreis Ansbach, Bayern) eingeladen. Neben jungen Leuten aus Bayern, wo Angus die am meisten verbreitete Fleischrinderrasse ist, kamen die Teilnehmer im Alter von acht bis 18 Jahren auch aus Sachsen-Anhalt, Thüringen, Niedersachsen und Hessen auf den Hof des früheren bayerischen Landesvorsitzenden und Nebenerwerbslandwirts Manfred Winhart. Das Treffen in Form eines Freizeitlagers mit Unterbringungen in Zelten nahe den Weidetieren stand unter dem Motto "Lernen durch Tun", hob der Bundesvorsitzende Johannes Hibbeln hervor.

Bei der dreitägigen Veranstaltung ging es nicht nur spielerisch zu. Nach einem einleitenden Unterricht durch Verbandsgeschäftsführer Martin Seidl und Tobias Bauereiß hatten die Jugendlichen in Zweiergruppen junge Weidetiere, die noch nie an einem Strick gewesen waren, von ihren Müttern auf der Wiese weg auf den Hof zu holen, zu waschen, zu scheren, zu striegeln und ihnen beizubringen, wie sie am Strick bei einer Vorführung gehen. Anschließend gab es von Zuchtleiter Markus Schricker und Astrid Rosswag Unterricht in der Tierbeurteilung, bevor Johannes Hibbeln und Gastgeber Manfred Winhart die Leistungen bei der Tiervorstellung begutachteten und die Urkunden übergaben. Zwischen den Schulungen, der Absolvierung von Aufgaben sowie Stärkungen mit Angus-Spezialitäten vom Lagerfeuer kamen auch Freizeitaktivitäten nicht zu kurz. Einen besonderen Ansporn hält der Bundesverband für die Angus-Jungzüchter bereit. Im Rahmen der Bundesjungtierschau während der Grünen Woche in Berlin soll bei ausreichenden Anmeldungen ein Jungzüchterwettbewerb stattfinden.

Fritz Arnold (Fleischrinderjournal 03/2012)

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