Tag Zwei der Auktion - Angus in beachtlicher Qualität vorgestellt
An Tag zwei der Auktion starteten die Angus-Jungrinder mit vielversprechender Qualität, welche auf ganzer Linie überzeugten. Den Anfang machte Resi, eine VAS Chaplin-Tochter aus dem Betrieb von Felix Hoffarth, Lohra. Ein Jungrind, welches keine Wünsche offenließ. Die Bieter waren derselben Meinung, dennoch erhielt nur einer bei 5.700 Euro den Zuschlag. Als nächstes betrat eine korrekte, schwarze Färse den Ring. GAG Duchess aus dem Betrieb Lutz Grein, Schrecksbach, bot ein sehr ausgeglichenes Bild. Mit ihrer sehr interessanten Abstammung (Ernan x Alcatraz) und Leistungszahlen auf erstklassigem Niveau konnte sie die Interessenten leicht überzeugen. Ein spannendes Bieterduell war entfacht. Bei 8.500 Euro erhielt ein Käufer aus Nordhessen den Zuschlag. Auch die rote Färse von Steffen Grün, Mücke, weckte das Interesse vieler Käufer. Die angebotenen Färsen unterstrichen eindrucksvoll auf welch hohem züchterischen Niveau sich die Angus-Zucht im Qnetics-Gebiet aktuell bewegt.
Im Anschluss rückten die Angus-Bullen in den Fokus des Geschehens. Die angebotene hohe Qualität stand außer Frage. Aus sechs Klassen und schließlich acht Bullen in der Endauswahl setzte sich ein Ausnahmebulle an die Spitze. Der schwarze Kodiak-Sohn Klondike der Bischoff PTR GmbH, Neukirchen, setzte die Maßstäbe so hoch an, dass es für seine Mitstreiter schwer war mitzuhalten. Mit über 900 Kilo brachte er ein ordentliches Gewicht mit, er stand optimal im Rassetyp und sein Pedigree sprach für sich, er verließ den Ring zum Tageshöchstpreis von 15.200 Euro. Der Reservesieger von Ulrich Heinz, Haunetal, stand dem Sieger in nichts nach. MAA Dylan war etwas jünger, aber dennoch gut bemuskelt und mit viel Typ stellt auch er einen Spitzenbullen dar, welcher seine neuen Besitzer schnell gefunden hatte. Der 1c-Sieger des Tages betrat den Ring und die Bieter hatten sich noch nicht ganz erholt von den starken Tieren als schon der nächste kapitale Bulle in den Ring geführt wurde. Ein roter Bulle von Artur Ruppel, Schotten, abstammend von dem britischen Vererber Askov ließ die Gebote schnell die 10.000 Euro-Marke übersteigen. Genau wie seine Vorgänger war dieser Bulle ohne Fehler. VAS Anton verließ den Ring schließlich für 12.000 Euro. Unter anderem stellten die Betriebe Matthias Rohleder, Haina, der Angushof Sippel, Korbach, Friedhelm Simon, Steinau, und Rainer Henz, Marburg, weitere Spitzenbullen, welche allesamt für sehr gute Preise ihre Besitzer wechselten. Bei konstanter Nachfrage für die angebotenen Bullen wurde ein Durchschnittspreis von 6.782 Euro erreicht.

Ein Jungrind mit internationaler Abstammung und viel Ausdruck; GAG Duchess von Lutz Grein, Schrecksbach, war einem Züchter 8.500 Euro wert.

Körsieger Klondike aus dem Hause Bischoff PTR, Neukirchen; sicherlich ein Bulle, wie ihn viele Angus-Züchter gerne im Stall stehen hätten.
Text: Marie Mensching LLH Kassel
Fotos: Grünhaupt, Schulte